Gehört – Hans Rott

15 11 2011

Hans Rott – wer ist das. Ich muss gestehen bisher hatte ich noch nichts von ihm gehört, deshalb war es für mich besonders spannend, seine 1. Sinfonie im Konzert des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera zu erleben.

Rott war ein Freund Gustav Mahlers und ein Schüler von Anton Bruckner. Das spiegelt auch seine Musik in dieser Sinfonie wieder. Ein klassisches viersätziges Werk, die ersten beiden Sätze im Duktus für mich sehr an Bruckner angelehnt. Beide Sätze sehr hymnisch durch ein choralartiges Hauptthema bestimmt.

Lebendiger wird es mit dem Scherzo und dem Finale, die durch überraschende Wendungen und musikalische Ideen zu erfreuen wissen. Man hat aus Gewohnheit immer wieder Gustav Mahler vor Augen, obwohl dessen Sinfonien erst nach der von Rott entstanden sind. Mahlers Freund, der leider nur 26 Jahre alt wurde, war diesem scheinbar eine große Quelle der Inspiration.

Die Sinfonie Nr. 1 E-Dur wird zu Recht wieder häufiger aufgeführt und dokumentiert in beeindruckender Art und Weise das kurze Schaffens dieses Künstlers, der gleichberechtigt als Übergang zwischen der Sinfonik Bruckners und Mahlers eingeordnet werden kann.

Wer Interesse an einer Aufführung hat kann sich auf den Internetseiten der Hans-Rott-Gesellschaft Wien informieren.

Ich kann dieses Werk uneingeschränkt empfehlen und das möglichst mehrmals, um sich von gewohnten Hörweisen loszulösen und in den speziellen Klang dieser Musik eintauchen zu können.